Lückenschluss der Schallschutzwand Ostwestfalenstraße/ Schorrberg

 

Lückenschluss der Schallschutzwand  Ostwestfalenstraße/ Schorrberg

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Torke,

die UWG Fraktion im Rat der Stadt Steinheim beantragt die Prüfung, ob und inwieweit
eine Verlängerung und Aufstockung der Schallschutzwand Ostwestfalenstraße B 252/239 hin zum Schorrberg ( explizit Papiermühlenweg/ Ziegenberg) mit Bezug auf das Bundes-Immissionsschutzgesetz umsetzbar ist.

Um auch den Anliegern auf der gegenüberliegenden Seite am Kuhkamp/Fillerkuhle
gerecht zu werden, sollte man erneut der Frage nachgeben, ob und inwieweit an dieser
Seite ebenfalls Lärmschutzmaßnahmen vorzunehmen sind.

Begründung:

Durch Ausbauarbeiten der B 252 wurden viele Bäume am Wall der Ostwestfalenstraße gerodet. Eine entsprechende Aufforstung fand nicht statt. Dadurch ist ein erhöhter
Lärmpegel für die Anwohner (Papiermühlenweg, Am Ziegenberg, Quellenweg,
Rektor-Rose-Weg, Burholzweg) spürbar. Wir begrüßen die Weiterentwicklung und
Ausweitung des interkommunalen Industriegebietes zwischen den Ortslagen Belle
und Wöbbel. Insbesondere mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze wird möglicherweise
auch eine Stärkung der Kaufkraft zugunsten der Steinheimer Wirtschaft getragen.
Die Erweiterung des Industriegebietes grenzt unmittelbar an die Steinheimer Flächen an, dadurch wird die Stadt Steinheim auf Grund gesetzlicher Vorgaben in das Beteiligungsverfahren eingebunden.

Neben all den positiven Effekten durch die Ansiedlung von Amazon blicken die Anlieger mit Sorge auf die ohnehin stetig zunehmende Immissionsbelastung durch vermehrtes LKW und PKW-Aufkommen auf der B 252.
Bereits jetzt schon ist ein verstärktes Lärmaufkommen durch die Ampelanlage an der B 252 / 239 zur Einmündung L 823 nach Billerbeck deutlich hörbar. Das Abbremsen, besonders aber das Anfahren Fahrrichtung Brakel trägt wesentlich zum zunehmenden Lärmpegel bei, da dort zwei Beschleunigungsstreifen nebeneinander liegen. Durch die Ampelanlage abgebremste LKW und PWK müssen erneut beschleunigen, bei denen natürlich jeder PKW versucht, die LKW auf diesen Beschleunigungsstreifen zu überholen. Des Weiteren wurden bei den Umbaumaßnahmen zur Verbreiterung der Bundesstraße schallschluckenden Bäume am Wall abgeholzt, die zuvor die subjektive und gemessene Schallemission deutlich reduziert haben. Leider wurden an diesen Passagen keine neuen Schallschutzmaßnahmen aufgestellt oder gepflanzt.
Die aktuelle Schallschutzwand an der B 252/239 ab Kreisverkehr Steinheim Mitte Abfahrt Höxter bietet leider in der Fahrtrichtung Blomberg nur in den ersten Metern in Höhe Steinwartsfeld ausreichenden Schallschutz. Nach wenigen Metern verringert sich die Bauhöhe von zunächst ca. 4m auf ca. 2,8m im Mittelbereich und lediglich 2m im kompletten Schlussstück. Vorbeifahrende LKW mit einer Höhe von 4m überragen dadurch die Schallschutzmaßnahme, die dadurch leider unwirksam wird.

Die Anlieger halten eine Aufstockung der Höhe und Verlängerung der Schallschutzwände durch
Straßen NRW auf Grund der geografischen Besonderheiten der Grundstücke und Entwicklung des zukünftigen Mehraufkommen des Verkehrs für dringend notwendig.
Bitte integrieren Sie bei Ihren Überlegungen auch die Westseite zum Kuhkamp/Fillerkuhle bei der Lärmschutzprüfung.

Dieser Antrag wird von den Anliegern mitgetragen. Eine Unterschriftenliste wird nachgereicht.
Um die akute Lärmbelästigung nachvollziehen zu können, haben wir mehrere Videobeweise in den Anlagen beigefügt.

Wir stellen diesen Antrag zur Beratung im Bau- und Planungsausschuss ggf. unter
Beteiligung des Baulastträgers.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Gisbert Günther
UWG-Fraktion